Regen, Hühner und ein Schwein

Heute ist Mittwoch. Draußen ist es kalt und nass. Ich sehe aus dem Fenster alles ist grau. Tropfen fallen vom Himmel und von den Blättern des Baumes vor meinem Fenster. Leise prasselt der Regen an mein Fenster. Die Vögel zwitschern. Sie scheinen sich über die Abkühlung zu freuen. Ich fühle mich ein wenig komisch, müde, bedrückt und ich bin nervös. Ich bin in Frankfurt. In etwa 5 Wochen bin ich allerdings schon auf dem Weg nach Ecuador, mein neues Zuhause für das nächste Jahr. Es wird langsam ernst, ich kann nicht mehr gut schlafen und bin unruhig. Was erwartet mich dort wohl in den ersten Tagen? Ich weiß nur, dass wir drei Tage in Quito sind und nochmal ein Vorbereitungsseminar haben, mit Lenin und Ivan, die auch unsere Ansprechpartner vor Ort sind. Nach diesen drei Tagen müssen wir irgendwie zu unserer Partnerorganisation kommen.

Ich frage mich, ob ich überhaupt in das Dorf finde, in welchem ich untergebracht bin. Mit Amparito habe ich erst einmal geschrieben. Sie ist nicht nur meine Arbeitskollegin. Ich werde das kommende Jahr bei Ihr und Ihrer Familie leben. Amparito ist 27 Jahre alt, hat eine sechsjährige Tochter und lebt mit Ihr bei Ihren Eltern in Peñaherrera, einem Dorf im Intag Tal mit rund 60 Familien, wie Sie mir geschrieben hat. Im Dorf gibt es Strom, Wasser, Telefon, Handyempfang nur an bestimmten Punkten, Internet in einem Infozentrum und Wifi im Park. Wifi im Park? Ich kann mir nicht vorstellen was das genau bedeutet und bin gespannt. Die Familie hat eigene Hühner, ein Schwein und ein Grundstück mit Zitronen-, Orangen-, Avocadobäumen, Brombeersträuchern und Bananenstauden. Über die Unterkunft weis ich nicht viel. Nur, es gibt fließendes Wasser, natürlich kalt.

Wir werden zusammen mit Ihrem kleinen Roller 15 Minuten durch die Berge zur Arbeit nach Nangulví fahren. Amparito ist die örtliche Koordinatorin von intagtours und zuständig für den Vertrieb. Sie beschreibt ein wenig Ihre Tätigkeiten, allerdings nicht, was meine sein könnten. Sie schreibt jedoch, man muss flexibel sein und viele Aufgaben übernehmen 🙂

Immerhin ein paar wenige Informationen zu dem was mich erwartet. Allerdings nicht ausreichend, um mir ein Bild zu machen. Vielleicht aber auch gut. So bleibe ich unvoreingenommen, soweit dies möglich ist und freue mich auf das kommende Jahr. Ich halte Euch natürlich auf dem Laufenden.

Danke für Euer Interesse an meinem Blog.

Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr diesen weiterempfehlt und bin gespannt auf Eure Kommentare 😉

Hasta la próxima vez, Jessy

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Manuela Staudt sagt:

    Heute ist Samstag und wenn ich aus dem Fenster sehe scheint die Sonne und es ist heiss. Auch ich mache mir so meine Gedanken wie das alles so wird und ob alles gut geht und wie man dort so lebt. Ich hoffe das mein Kind gesund bleibt und gesund wieder kommt und so bleibt wie sie ist..denn das ist SUPER so !!!

    Gefällt 1 Person

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